Mittwoch, 30. Oktober 2013

Schutzengel

Der eine glaubt an Schutzengel, der andere nicht..

Ich bin sehr überzeugt davon, dass es Schutzengel gibt..
Ich glaube es absolut, dass wir da draussen, oben, hinter, neben, vor uns oder um uns rum (oh Gott der arme Kerl bei meinen Ausmaßen.. Nein jetzt aber mal Scherz beiseite, hier..) Helfer haben, die auf uns aufpassen, und unseren Alltag und unsere Geschichte mitbestimmen und auf uns aufpassen und uns helfen und durchaus auch mal leiten.. Und dazu dass sie da sind, gehört für mein Empfinden dann natürlich auch unsere Geschichte mitbestimmen und an bestimmten Situationen dafür sorgen dass die Geschichte noch weitergeht, und dass die Geschichte mit einer guten Wendung weitergeht..

Nachdem mir vor kurzem wiedereinmal bewusst wurde, dass unsere Schutzengel immer und überall im Einsatz sind, und scheinbar immer wissen, wann sie wo gebraucht werden, und sich dann im Notfall auch zu ganzen Heerscharen an Schutzengeln zusammentun um das zu schaffen was sie schaffen müssen bin ich noch viel dankbarer, dass wir diese himmlischen Helfer haben, die uns zur Seite stehen und auf uns so gut aufpassen..

Mein Schutzengel hat mit mir im Allgemeinen sehr viel zu tun.. Aber am allermeisten hat er zu tun, wenn ich einfach nur zu Hause bin und dort wurschtle, koche, backe oder aufräume.. Und hier hat er so viel zu tun, weil ich es mir ja zur Aufgabe gemacht habe, die besten Erkenntnisse des Tages auszuprobieren und durchzutesten um Euch dann sagen zu können, ob die Erkenntnis gut oder schlecht ist.. So gibt es eigentlich jeden Tag irgendeine Situation zu Hause, bei der ich dringend seine Hilfe brauche, und bei der er mir dann zur Seite steht, dass ich Euch unbeschadet die neuesten Erkenntnisse mitteilen kann.. Wenn es auch zuerst mal Schimpftirraden und Fluchattaken gibt, wärhend ich die doch davongetragenen Blessuren (immer harmlos Gott-sei-Dank) verarzten und kühlen muss..

Beim Autofahren brauche ich auch oft meinen Schutzengel, wobei da in letzter Zeit die wenigsten Male die Schuld an einem Unfall tatsächlich bei mir gelegen hätte.. Er ist hier immer mit von der Partie und einsatzbereit, wenn mir wieder einmal jemand (mit voller Absicht) die Vorfahrt nimmt (wir haben hier in Punktdorf einige fiese Kreuzungen und Kurven wo sowas mit Vorliebe auch von LKW-Fahrern gemacht wird..) und dann ist er schnell wie der Wind, und quetscht sich zwischen die Autos oder lenkt uns irgendwie doch aneinander vorbei, oder "zaubert" sonst eine tolle Lösung her, dass mir nichts passiert, und dass die beinahe-Unfälle bis jetzt noch jedes mal glimpflich abgegangen sind.. Das wäre bei einem tatsächlichen Crash nämlich nicht unbedingt gesagt gewesen..

Dienstag, 29. Oktober 2013

Extrawünsche beim Essen

Es wird gegessen was auf den Tisch kommt..

So hieß es zu Hause, wenn es etwas zu essen gab, was uns als Kinder mal nicht (so gut) geschmeckt hatte.. Separat gekocht für die Extrawünsche einer einzelnen Person wurde bei uns zu Hause nicht.. Wenn es dann doch wirklich mal etwas gegeben hatte, was wir überhaupt nicht runterbekommen haben, dann gab es eine Scheibe trockenes Brot oder als höchstes der Gefühle eine Wurstsemmel statt des eigentlichen gekochten Essens..

Wobei ich auch sagen muss, die beste Mama von allen hat wirklich nicht oft was gekocht was uns nicht geschmeckt hat.. Meistens gab es schon Sachen, die uns gut bis sehr gut geschmeckt haben.. Das einzige was regelmäßig auf den Tisch kam, obwohl auch unsere Mama es nicht wollte und wir Kinder auch jedes mal protestiert haben, war Spinat.. Der musste jedes Halbjahr einmal her, obwohl wir alle nie begeistert waren davon.. Da gab es dann immer Spiegeleier dazu und Petersilienkartoffeln.. Heute mag ich Rahmspinat - aber am liebsten mit Gemüsebrühe aufgekocht und als Soße zu Nudeln.. Mit Spiegeleiern und Kartoffeln hab ich ihn nie mehr gekocht, aber gegessen habe ich ihn schon ein paar mal seit ich alleine wohne..

Aber ich schweife ab..
Das wollte ich Euch nämlich garnicht erzählen..

Sondern eigentlich wollte ich darüber schreiben wie schwer es für mich ist, diese Extrawünsche, die ich durch die Allergien nun mal haben muss momentan, einfließen zu lassen, wenn wir irgendwo beim Essen sind..

Unter der Maßgabe "essen was auf dem Tisch kommt" erzogen, ist es für mich nicht selbstverständlich, dass ich in ein Restaurant gehe, mir dort ein Gericht aussuche, dann alle Zutaten rausklaube, die ich nicht essen darf und sie gegen Beilagen oder Zutaten ersetze die dann in die Futterluke und den geschundenen Bauch wandern dürfen.. Und ich komme mir jedes mal, wenn ich das so machen muss, oder nachfragen muss, oder bitten muss, etwas umzuschmeißen, vor wie eine verzogene Göre die das hundertste und das tausendste nicht essen will und deshalb das halbe Küchenteam in Atem hält..

Ich bin auch eigentlich nicht der Typ (siehe gestriger Post) der sich etwas zu essen bestellt, dann feststellt dass etwas dabei ist was ich nicht essen darf und das was ich nicht essen darf dann kommentarlos und ohne zu probieren wieder zurückgibt.. Dabei ist es eigentlich ja echt doof, wenn ich etwas esse, was nicht darf, nur weil ich dadurch mein Gewissen im Zaum halten kann..Mein Magen dankt es mir auch nicht..

Ich bin aber auch noch nicht so lnage in der Rolle der "hoaggligen" Esserin, dass ich jedes mal dran denke zu fragen oder umzubuchen, wenn bei einem Gericht, das ich für mich ausgesucht habe, etwas dabei ist, was ich halt momentan nicht essen darf.. Ich gehe ja immer noch fest davon aus, dass sich das wieder gibt nach meiner Diät..

So habe ich dann lieber garnichts oder nur Pommes gegessen, anstatt zu fragen ob ich das Gericht, das ich mir ausgesucht hatte mit oder ohne etwas bestimmtem haben könnte.. Ich hatte sogar schon Skrupel zu fragen ob beim Holzfällersteak Kräuterbutter dabei ist, und ob man den denn evtl. weglassen könnte, da ich ihn nicht essen darf.. Einmal war es kein Problem, einmal hat die Bedienung nicht gewusst ob einer dabei ist oder nicht, und natürlich war dann doch einer drauf und ich hatte dann doch das Casein mit auf dem Schnitzel, wenn auch nicht viel, aber es ist halt irgendwie einfach ärgerlich.. Und genau diese Bedienung hatte aber mit den Augen gerollt, als ich bei der Bestellung gefragt hatte ob da Kräuterbutter dabei ist, oder nicht..

Ich habe auch diverse Familienfeiern oder Geburtstagsfeiern meines riesigen Kollegiums ausfallen lassen, weil ich mich nicht rechtfertigen wolle, warum ich was auch immer nicht essen darf.. Obwohl auch das eigentlich doof ist, weil mir die Erfahrung schon gezeigt hat nicht dürfen ist ok, nicht wollen ist nicht ok, da gibt es dann direkte Diskussionen über den Nutzen von Diäten oder ähnliches..

Das muss ich also noch lernen und dann natürlich auch drandenken: nachzufragen und darüber sprechen, denn auch hier gilt: Hätte man darüber gesprochen wäre vieles einfacher gewesen..

Auf dass ich es die nächsten male richtig machen kann..

Montag, 28. Oktober 2013

Der Wert des Essens

Gestern habe ich Euch ja meine neueste Erkenntnis des Tages mitgeteilt.. Da war ja das Thema das Essen.. Den Hintergrund dazu habe ich ja auch mit erklärt.. Ich möchte mich jetzt noch allgemein mit dem Wert des Essens befassen..

Wir sind schon als Kinder von unseren Eltern so erzogen worden, dass man nach Möglichkeit aufisst, sofern man das halt wirklich selbst in der Hand hatte.. So hatte man zu Hause aufzuessen, wenn man sich selbst nochmal eine Riesenportion aufgeladen hat, um dann nach fünf Bissen zu wissen, dass man jetzt so satt ist dass man bestimmt nichts mehr runterkriegen kann..

Das mag als Erziehungsmethode jetzt vielleicht angezweifelt werden, und ob es pädagogisch und ernährungspsychologisch und gewichtstechnisch korrekt war möchte ich hier nicht bewerten.. Zumindest hatte es aber den Effekt, dass man sich lieber öfter wenig genommen hat bevor man sich zwei Riesenportionen genommen hatte und dann schichten und stopfen musste um alles wegzukriegen..

Wir wurden mit der Maßgabe erzogen gutes Essen schmeisst man nicht weg..
Darüber bin ich sehr sehr froh..

Ich finde in unserer heutigen Gesellschaft wird viel zu viel weggeworfen oder auch einfach ohne groß drüber nachzudenken weggeworfen/zurückgegeben weil es einem nicht schmeckt, man sich etwas anderes vorgestellt hatte, das MHD abgelaufen war, man Reste vom Kochen übrig hatte oder dann halt auch leider mal so wie bei mir der Fall, wenn man etwas nicht essen darf.. Ich muss gestehen, wenn ich bemerkt hatte, dass mir Essen wirklich nicht gut tut (das hatte ich nur ganz ganz wenige male) dann war ich auch konsequent, wenn es mir danach z.B. bei einem Ausflug Probleme gemacht hätte, und so hatten im Endeffekt alle was davon.. Wenn es aber zu vermuten war, dass es mir keine weiteren Probleme machen würde, ich mit den Konsequenzen des nicht vertragens leben konnte oder mir mein eigenes Essen nicht wirklich geschmeckt hat, habe ich bis jetzt noch immer aufgegessen oder dann anderweitig verkocht.. Wenn mir aber die Portion, wenn wir zum Essen waren, dann doch mal zu viel war, trotz meines großen Hungers, dann habe ich den Rest auch zurückgegeben oder aber einpacken lassen und mitgenommen.. Wenn ich einmal satt bin dann geht definitiv nichts mehr rein und dann kann ich auch noch so sehr wollen, dann ist da einfach nichts mehr zu machen.. Bis dahin wird aber fleissig geschichtet und gequetscht, dass nach Möglichkeit alles wegkommt was man sich bestellt hatte.. Und wenn ich dann das Essen zurückgegeben habe, weil zu viel, habe ich trotzdem noch ein schlechtes Gewissen, weils halt nun mal das gute leckere Essen ist..

Es kommt aber mittlerweile wieder sehr in Mode, sich das Essen einpacken zu lassen und es dann daheim zu essen. Ich finde diese Entwicklung echt gut, und bin echt sehr froh darüber.. Warum sollte es auch nicht in Ordnung sein, wenn man das Essen, für das man effektiv ja bezahlt hat, und das ja auch einiges an Mühe und Zutaten und Zeit gekostet hat, nicht mit Heim nehmen, dass man da noch was hat davon, bevor es in der Wirtschaft auf den Kompost respektive in den Mülleimer wandert.. Das muss nicht sein..

Mit meinen Kompromissen - nicht Essen wenns nicht schmeckt, weils nicht gut tut (das klingt jetzt wieder blöd aber da gibt es einen Unterschied, das kann man echt nicht erklären.. Aber jeder ders schon mal hatte, kann es bezeugen) aber aufessen wenn es nicht schmeckt, das Essen verkochen wenn das selbstgemachte nicht schmeckt, und so viel essen wie es geht in der Wirtschaft und evtl. einpacken lassen -  kann ich soweit ganz gut leben, obwohl es mir natürlich jedes mal wieder aufs Neue das Herz bricht, wenn ich gutes Essen zurückgehen lassen muss, weil die Portion im Restaurant einfach zu viel gewesen ist..

Oder aber, was mich besonders ärgert, wenn mir zu Hause mal was schlecht wird.. Und ich bin der Meindung, da kann man eine noch so gute Hausfrau sein, das passiert ab und an einfach doch einmal, dass etwas essbares verdirbt.. Dafür ist es ja ein Lebensmittel, weil es noch lebt und damit auch dem Verfall preisgegeben ist.. Klingt in Verbindung mit Essen auch makaber, ist aber so..

Ich hoffe ich schaffe es in Zukunft noch besser aufzupassen was mir verdirbt und was nicht, und das verdorbene Essen noch weniger werden zu lassen..

Toi Toi Toi..

Sonntag, 27. Oktober 2013

Erkenntnis des Tages

Auf dass mein Alltag nicht langweilig werde, habe ich heute wieder eine Erkenntnis des Tages für Euch, die natürlich nicht weniger bahnbrechend ist als die Erkenntnis des Tages Nummer 1..

Diese Erkenntnis eignet sich besonders für Allergiker..

Also:

Auch wenn (in dem Fall beim Griechen) auf der Speisekarte steht "vom Grill" verlasse ich mich solange ich irgendetwas nicht essen darf nicht auf die Speisekarte sondern frage lieber nochmals nach, ob auch wirklich "vom Grill" oder doch "gebacken/frittiert".. Sonst muss ich das büßen.. Aua..


Hintergrund ist folgender:

Heute habe ich mich mit einer sehr lieben Freundin getroffen und wir waren dann Mittags bei meinem Lieblingsgriechen zum Essen, um noch in Ruhe ratschen zu können und einfach um eine schöne gemeinsame Zeit zu verbringen.. Ich habe mich für Gyros mit Kalamaris entschieden.. Oben drüber stand "vom Grill".. Ich wurde auch nicht gefragt ob tatsächlich gegrillt oder gebacken (so wurde es vor kurzem in einem anderen griechischen Restaurant gemacht..) sondern es wurde aufgenommen, natürlich auch mit meinen Sonderwünschen.. Alles gar kein Problem, so kennen wir das von dort ja auch..

Als das Essen kam habe ich das aber auch noch nicht geschnallt, erst als ich den zweiten Bissen von den Kalamaris schon im Mund hatte.. Tja, und dann natürlich nunter damit.. Hilft ja nix..

Ich bin nun auch mal nicht der Typ der dann eine ganze Portion Kalamaris zurückgehen lässt, sowas macht man einfach nicht.. Dazu ist unser Essen einfach viel viel viel zu kostbar..

Also habe ich meine Kalamaris ausgezogen.. Ich habe ihnen die Panade abgemacht so gut es eben ging, die war aber auch nicht weiter schwer runterzukriegen.. Die Panade habe ich unter dem dekorativen Salatblatt versteckt, da fiel das nicht so auf.. Leider habe ich die Panade aber nicht so gut erwischt, dass wirklich alles komplett ausgezogen hatte, an der Seite war die Panade einfach nicht ganz abzukriegen.. Dann doch Zelber zuld würde ich mal sagen..

Lerne also liebes Zweipünktchen: In Zukunft frage was du dir zu essen bestellst wenn du so empfindlich reagierst und frage lieber einmal zu oft als einmal zu wenig nach was du dir bestellst.. Dein Bauch wird es Dir danken!!

Samstag, 26. Oktober 2013

Gute Leistung? Gute Leistung!

Wenn man so ein süßes Schleckermaul ist wie ich, dann ist es echt schwierig an leckerem Essen vorbeizugehen ohne sich davon was nehmen zu dürfen.. Das fällt mir bei "normalem" Essen - im Sinne von Haptspeisen auf die ich momentan verzichten muss darf um meinen Bauch wieder auf Vordermann zu bringen - nicht so schwer.. Viel schlimmer sind dabei Nachspeisen oder Kuchen..

Nach dem ersten Tanzabend im neuen Tanzheim waren wir noch in der angeschlossenen Wirtschaft gesessen und haben dort was gegessen.. Nachdem ich auch was essen wollte, aber noch ganz arg aufpassen musste (in der Karenzzeit) habe ich mir einfach nur Pommes bestellt.. Ohne Ketchup natürlich, weil da sind ja bekanntermaßen Tomaten drin.. Da fiel es mir arg schwer den Mittänzerinnen beim Genuss der Nachspeise (Reisauflauf) mit Vanilleeis zuzuschauen.. Weil ich aber die Pommes hatte, und die auch echt gut gewürzt waren (es schmeckt nicht jedes Pommesgewürz gleich..) war das nicht ganz so schlimm für mich..

Richtig fies war es gestern als ich Abends bei Freunden eingeladen war.. Jeder hat etwas mitgebracht und da waren halt auch eine ganze Reihe an Kuchen dabei.. Unter anderem eine Bananen-Dreieck-Torte und Frischkäse-Muffins.. Auf die konnte ich gut verzichten, zumal diese Bananen-Torte wahnsinnig viel Sahne hatte und ich davon wahrscheinlich auch ohne Caseinallergie Probleme mit dem Bauch bekommen hätte..

Viel viel schwerer bis nahezu unüberwindbar war es für mich den ganzen Abend die leckeren Nussecken ansehen zu müssen, das Wasser im Mund ignorieren zu müssen und zu wissen, dass ich die Nussecken nicht essen darf, weil da nun mal Nüsse, Eier und mit Sicherheit auch Sahne oder Milch drin sind.. Ich habe glaub ich noch kein Rezept von Nussecken gesehen wo der Belag mit Margarine gemacht wurde..

Um es kurz zu machen:
Ich bin standhaft geblieben..

Um es doch noch länger zu machen: 
Es ist mir wirklich wirklich schwer gefallen, die Nussecken liegen zu lassen, und dafür noch ein Baguette mit Wurst zu essen.. Ich war auch wirklich versucht mir nicht doch eine Nussecke in die Futterluke zu schieben (oh oh das gibt nen Anpfiff von der Ernährungsberatung.. hihi und Kuckuck an der Stelle :) ) und es zu riskieren dass ich danach dann nachts Probleme habe und das Zeug danach noch länger nicht essen darf..

Aber dann hat Gott sei Dank doch die Vernunft gesiegt und ich habe nicht mal in die Nähe der Nussecken gelangt, geschweige denn wirklich eine gegessen und das ganze Unternehmen Nahrungsmittelallergien damit aufs Spiel gesetzt..

Aber es war wirklich richtig richtig schwer, und mit viel Disziplin verbunden..

Eine Freundin hat nichts mehr gegessen, weil es ihr zu spät gewesen ist und sie dieses späte Essen nicht mehr verträgt.. So vernünftig und diszipliniert war ich nicht.. Ich habe auch zu ihr gesagt, dass ich lange nicht so diszipliniert bin..

Dabei stimmt das so eigentlich doch garnicht: Ich war auch sehr diszipliniert, den ganzen Abend über, es gab so viele leckere Sachen mit Sahne oder Frischkäse drin, oder Tomatensalat, Mozzarella, Mousse au Chocolat (wobei das hätte ich mit rohen Eiern auch so nicht mehr gegessen..) oder Obstsalat mit Bananen..
Und ich habe das alles stehen gelassen.. Das einzige was ich gegessen hab war Feldsalat mit Walnüssen, wobei ich die Walnüsse auch größtenteils aussortiert habe, und den Feldsalat ohne Walnüsse geangelt habe.. Es waren nur ein paar kleine Stücke mit dabei..

Und da finde ich schon, dass ich diszipliniert war, und vor allem muss ich gestehen bin ich sehr stolz auf mich, dass ich die Nussecken habe stehenlassen, ebenso wie die Weintrauben in Schokomantel und mich an mein Gebäck gehalten habe..

Das ist doch dann ne gute Leistung, oder??

Freitag, 25. Oktober 2013

Erkenntnis des Tages

Ich versuche mal alle Erkenntnisse die mir so in meinem turbulenten Alltag begegnen hier festzuhalten.. Sozusagen jedesmal wenn es "bing" gemacht hat und mir ein Licht aufgegangen ist..

Es werden mit Sicherheit viele Erkenntnisse sein die die Welt noch nicht gesehen hat.. So wie heute, heute hatte ich schon die bahnbrechendste Erkenntnis von allen..

Auf gehts also, ich lasse die Welt daran teilhaben..

Erkenntnis des heutigen Freutages ist folgende:

Wenn man ein Backblech nach 20 Minuten bei 200 Grad aus dem Backofen holt und abstellt ist es auch nach 10 Sekunden an der frischen Luft noch bock-heiß und man verbrennt sich die Finger wenn man mit bloßen Händen einfach so dranfasst um das Blech zu justieren..

Eine Erkenntnis kam dann gleich noch hintennach:

Wenn man sich dann die Finger verbrennt hat weil man tatsächlich so bekloppt war und die oben aufgeführte These überprüft hat, dann tut die Verbrennung weh, pocht, glüht und schmerzt..

Gut dass ich für solche Fälle immer Arnica und Rescuesalbe im Haus und vor allem in Griffweite habe..

War es nicht heldenhaft wie ich diese These für Euch überprüft habe??

So gehts jetzt weiter

Das Ende meiner Karenzzeit ist ja schon eine gute Woche her mittlerweile.. Ich möchte Euch erzählen, wie es jetzt bei mir weitergeht:


Die Karenzzeit ist sind  6 Wochen in denen man ganz streng und komplett (war bei mir wirklich alles außer Knoblauch, der ist mir zweimal mit reingeraten..) auf alle Allergene verzichtet um die Antikörperzahl im Blut (ganz drastisch) zu reduzieren dass dann die Allergiebeschwerden weniger werden bzw. im besten Fall ganz verschwinden.. Wenn keine oder weniger Allergie-Auslöser da sind reagiert der Körper weniger bis hoffentlich garnichtmehr wenn später wieder Allergene gegessen werden..

Eine gute Woche vor Ende der Karenzzeit hatte ich den nächsten Termin bei meiner Ernährungsberatung und da wurden dann meine Essens-Pläne angeschaut, ausgewertet und besprochen.. Danach wurde geklärt wie es für mich in nächster Zeit weitergeht..

Ich muss noch weiterhin streng und komplett auf sämtliche tierische Milchprodukte verzichten, weil der Antikörperwert beim Milcheiweiß Casein so mega hoch war, dass das noch nicht wieder geht.. Genauso sieht es mit Eiern aus.. Eier bleiben vorerst da wo sie waren, Kuchen werden ohne Eier gebacken und Spiegelei und Rührei zum Frühstück fällt auch aus.. Das ist aber nicht weiter schlimm, weil ich mir einen tollen Eier-Ersatz gezaubert habe (dazu schreibe ich Euch die Tage noch was) und Kuchen auch ohne Eier schmecken.. Die Frage ist nur ob die Kuchen mit Ei-Ersatz auch so gut werden wie ohne..

Nüsse und Samen haben mir in der Karenzzeit mal tageweise Probleme gemacht, deshalb sind die auch noch nicht wieder erlaubt, aber damit kann ich ganz gut leben.. Nur Leinsamen geht, der war in der Karenzzeit auf meinem Lieblings-glutenfreien Brot.. Den habe ich aber soweit es nur ging auch noch weggelassen.. Sicher ist sicher..

Aber es gibt auch Sachen mit denen ich langsam wieder anfangen darf:

Glutenhaltiges Brot oder Semmeln darf ich jetzt wieder ein bis zweimal die Woche.. Aber ich soll es nicht übertrieben.. Das erste normale was ich gegessen habe war ein Stück Riesenbreze (ein Ministück Riesenbreze) zum Steckerlfisch.. Oh war das gut.. Sehr lecker..

Und das erste normale Brot hat auch sehr gut geschmeckt, es ist nicht so baatzig wie das glutenfreie.. Das glutenfreie das ich mit Leinsamen hatte während meiner 6 Wochen war anfangs immer baatzig und wenn man es nicht gleich geschnitten hatte dann bekam man keine vernünftigen Scheiben mehr raus und es bröselte arg auseinander..

Äpfel oder Früchtetee mit Apfel ist jetzt auch einmal die Woche wieder erlaubt.. Gut dass ich geschaut hatte was so in meinen Tees (das sind überwiegend Früchtetees) drin ist.. Jeder Früchtetee enthält Äpfel oder Orangen oder Ananas als Grundlage.. hmpf..

Senf und Chayennepfeffer darf ich jetzt auch wieder einmal die Woche essen.. Davon habe ich noch garkeinen Gebrauch gemacht.. Chayennepfeffer habe ich persönlich sowieso nie im Einsatz und auch Senf gibts wenn dann mal nur zu Wiener und die gibts meistens bloß bei der Jahresmesse für verstorbene Verwandte..

Mal sehen wie es sich weiterentwickelt.. Ich bin sehr gespannt..